Weinheim Kindergarten Theodor-Heuss-Straße

Betreuungs­zeiten Montag bis Freitag 07:30 bis 17:30 Uhr
Plätze 20
Alter 3 bis 6 Jahre
Standort Theodor-Heuss-Straße 17, 69469 Weinheim
Nächste Haltestelle Bushaltestelle: Weinheim, Theodor-Heuss-Straße
Kontakt E-Mail: kindergarten.weinheim@postillion.org, Mobil: (0176) 12013-854
Leitung Grazyna Halej-Walther (Erzieherin)
Team Denise-Simone Hoffmann (Erzieherin), Jakob Hoffmann (Erzieher), Jochen Orth (Diplom Sozialpädagoge), Maren Schmitt (B.A. Musiktherapie), Katharina Schork (Erzieherin), Sonja Seitz (FSJ)
Das Team wird bei Krankheit und Urlaub durch unser Vertretungsteam unterstützt.
Konzeption als pdf-Dokument
Schließ­tage 2022: 15 Tage
13. Mai, 19. bis 20. Mai, 13. bis 17. Juni, 14. bis 15. Juli, 18. Juli, 23. bis 30. Dezember
Die Einrichtungen sind grundsätzlich geschlossen an Wochenenden, Feiertagen in Baden-Württemberg und am 24. und 31. Dezember.
Benutzungs­ordnung als pdf-Dokument
Entgeltals pdf-Dokument
Ermäßigung Um eine Geschwisterermäßigung zu beantragen, verwenden Sie bitte folgendes Formular. Für Kinder, die nicht im Betreuungsort wohnhaft sind, gilt grundsätzlich der Beitrag für 1-Kind-Familien.
Wird eine Ermäßigung im Laufe eines Monats beantragt, wird diese mit Wirkung des darauf folgenden Monats wirksam.
Zuschuss Ist über das Landratsamt einkommensabhängig möglich.
Besonderheit Unser Kindergarten befindet sich im gleichen Gebäudetrakt wie der Schulkindergarten des Rhein-Neckar-Kreises (Sternschnuppe), der 15 behinderte Kinder betreut. Die Idee ist, dass behinderte und nicht-behinderte Kinder den Tag miteinander verbringen.
Anmeldung Um sich anzumelden, nutzen Sie bitte das Zentrale Vormerksystem der Stadt Weinheim.
Formulare Hier finden Sie weitere Informationen und Formulare.
Sach­bearbeitung Zentrale Anmeldestelle Dina Lindner, E-Mail: kitaon@postillion.org, Telefon: (06220) 20230-73, Montag bis Donnerstag 07:30 bis 13:15 Uhr
Auswärtige Kinder Nein, wir können grundsätzlich nur Kinder mit Erstwohnsitz in der Kommune aufnehmen.

Auszug aus dem aktuellen Newsletter

Die spielen ja nur! Die Bedeutung der Freispielzeit

"Nur im freien Spiel entfaltet sich menschliche Intelligenz." Diese Überschrift des zweiten Kapitels des Buches "Naturnahe Spiel und Erlebnisräume" von Elisabeth C. Gründler und Norbert Schäfer wird in vielen Eltern und Erzieher/innen sofort Widerspruch erzeugen oder zumindest Zweifel wecken. Für sie sind "Anleiten" und "Beibringen" wichtige Bestandteile der täglichen Erziehungspraxis. Das haben sie so gelernt: von ihren Eltern, in der Schule, während der Ausbildung...

Selbst gesteuerte Lernprozesse werden durch diese Haltung gestört oder verhindert, denn Kinder spielen nur, wenn man sie lässt. "Sie sind zu Anstrengungen und Höchstleistungen bereit, wenn sie sich die Aufgabe selbst gestellt haben." Und: "Sie schaffen sich diese Herausforderungen selbst und sind dann mit ganzem Herzen bei der Sache" (Gründler/ Schäfer 2000, S. 28 f.). "Eltern und Erzieher müssen es aushalten können, dass Kinder frei spielen" (a.a.O., S. 29). Sie sollten die Umgebung so vorbereiten, dass sich alle Kinder optimal entwickeln können und dabei jedoch Gefahrensituationen vermeiden. Sie müssen den Kindern Sicherheit geben, Vertrauen in ihr Können setzen und an deren Kompetenz glauben. Erwachsene stehen lediglich als Spielpartner und Helfer zur Verfügung, wenn sie wirklich gebraucht werden. Sie kennen den kindlichen Entwicklungsplan und führen detaillierte Beobachtungen durch. Und nicht zuletzt ermöglicht die Freispielzeit den Erzieher/innen, ihre Zeit und Aufmerksamkeit den einzelnen Kindern anzubieten, welche sie dringend brauchen. Dieses "Nichts-Tun" der Erzieher/innen während des Freispiels ist wesentlich anstrengender als viele meinen - und auch schwieriger als Kinder im herkömmlichen Sinn zu beschäftigen.

Fehler sind Lernchancen. Misserfolge werden nicht bestraft. Kinder probieren immer wieder und können ihre Ziele auch über mehrere Tage verfolgen. Ihnen als "Besserwisser" sofort eine Lösung vorzugeben zerstört ihre Neugier, ihre Leistungsmotivation und ihr Selbstvertrauen.

Mühseliges Probieren und Wiederholen sind keine Zeitverschwendung. Kinder wollen ihre eigenen Lösungen finden. Diese Erkenntnisse sind leichter auf andere Situationen übertragbar, weil die Lernerfahrungen breiter gefächert sind. Bewegungserfahrungen sind bereits gefestigt und biologisch myelinisiert (d.h. die Nervenbahnen werden bei häufiger Wiederholung der Bewegung mit einer Eiweißschicht ummantelt und gleich einem Elektrokabel isoliert, so dass grundsätzliche Bewegungen automatisiert ablaufen können), und die Neuronenbahnen im Gehirn sind vielfältig miteinander verknüpft, so dass sie statt einer überlasteten "Autobahn" auf verschiedenste "Nebenstrecken" ausweichen können. Damit steht den Kindern einerseits eine gefestigte Basis für Bewegung und Denken zur Verfügung, andererseits können sie mit Mut, Phantasie und Kreativität neue Verhaltensweisen ausprobieren und gewonnene Erkenntnisse in veränderten Situationen einsetzen.

Kinder brauchen für freies Spiel eine Atmosphäre aus Zeit, Muße, Gelassenheit und Ruhe. Letzteres ist in den Räumen des Kindergartens und bei großen Gruppenstärken nicht immer möglich. Statt jedoch in Stresssituationen wieder auf alte, gelernte Lehrmethoden zurückzugreifen, müssen wir versuchen, neue, andere Spiel-, Frei- und Lernräume mit den Kindern und für die Kinder zu entdecken. Entsprechende Anregungen und Voraussetzungen dazu finden sich unter anderem im neuen Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan...

Literatur: Gründler, Elisabeth C./ Schäfer, Norbert: Naturnahe Spiel- und Erlebnisräume: planen, bauen, gestalten. Neuwied, Kriftel und Berlin 2000

Autorin: Barbara Perras, Erzieherin, Motopädagogin, seit. 1. Januar 2006 Leiterin des Evang. Kindergartens Eckenhaid.

Kontakt: Birkhof-mit7sinnen@t-online.de