Ketsch Kindergarten Gartenstraße

Betreuungs­zeiten Montag bis Freitag 07:00 bis 17:00 Uhr
Montag bis Freitag 07:00 bis 14:30 Uhr
Plätze 40
Alter 3 bis 6 Jahre
Standort Gartenstraße 29/1, 68775 Ketsch
Nächste Haltestelle Ketsch, Gartenstrasse (DB Rhein-Neckar-Bus, Linie 710) oder Ketsch Waldsportplatz (DB Rhein-Neckar-Bus, Linie 717)
Kontakt E-Mail: kindergarten.ketsch@postillion.org, Telefon: (06202) 6652426
Leitung Dr. Andreas Koch (Diplom Sozialpädagoge (FH))
Team Inga Decker (Erzieherin), Thomas Greven (Diplom Sozialarbeiter (FH)), Tanja Martin (Erzieherin in Ausbildung), Matze Platzer (Erzieher), Steffi Seitz-Baumann (Erzieherin), Fjolla Tigani (Master Erziehungswissenschaften), Annette Zimmer (Erzieherin), Ann-Kristin Kopp (FSJ)
Das Team wird bei Krankheit und Urlaub durch unser Vertretungsteam unterstützt.
Konzeption als pdf-Dokument
Schließ­tage 2019: 30 Tage
08. März, 29. bis 30. April, 31. Mai, 17. bis 21. Juni, 05. bis 23. August, 09. bis 10. September, 04. Oktober, 31. Oktober, 23. bis 30. Dezember
Für die Schließtage vom 05. bis 23. August kann bei Anmeldung eine Ferienbetreuung hinzugebucht werden.
Die Einrichtungen sind grundsätzlich geschlossen an Wochenenden, Feiertagen in Baden-Württemberg und am 24. und 31. Dezember.
Benutzungs­ordnung als pdf-Dokument
Entgeltals pdf-Dokument
Ermäßigung Um eine Geschwisterermäßigung zu beantragen, verwenden Sie bitte folgendes Formular. Für Kinder, die nicht im Betreuungsort wohnhaft sind, gilt grundsätzlich der Beitrag für 1-Kind-Familien.
Wird eine Ermäßigung im Laufe eines Monats beantragt, wird diese mit Wirkung des darauf folgenden Monats wirksam.
Zuschuss Ist über das Landratsamt einkommensabhängig möglich.
Anmeldung Um sich anzumelden, wenden Sie sich bitte an die Gemeinde Ketsch.
Formulare Hier finden Sie weitere Informationen und Formulare.
Sach­bearbeitung Zentrale Anmeldestelle Dina Lindner, E-Mail: kitaon@postillion.org, Telefon: (06220) 52171-281, Montag bis Donnerstag 08:30 bis 13:15 Uhr
Auswärtige Kinder Nein, wir können grundsätzlich nur Kinder mit Erstwohnsitz in der Kommune aufnehmen.

Auszug aus dem aktuellen Newsletter

Beschwerden von Kindern – Teil 2

Im letzten Newsletter haben wir beschrieben, dass Beschwerden immer Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse sind, und wie facettenreich diese ausgeprägt sein können. Im zweiten Teil werden die wichtigsten Bedürfnisse beschrieben, und wir befassen uns mit Situationen, in denen durch unterschiedliche Bedürfnisse Konflikte entstehen.

Die wichtigsten kindlichen Bedürfnisse, die im Kindergarten von Bedeutung sind, sol-len im Folgenden beschrieben werden:

Die körperlichen Grundbedürfnisse zeigen sich recht gut an, wenn man gelernt hat, auch darauf zu achten. Es geht um die Bedürfnisse nach

Wenn diese Bedürfnisse nicht erfüllt sind, entstehen Unruhe, Antriebslosigkeit, Ag-gressivität, Müdigkeit usw.

Das Bedürfnis nach Sicherheit beinhaltet unter anderem

Wenn das Bedürfnis nicht erfüllt ist, entstehen Angst, Trauer, Rückzug, Aggressivität, Unsicherheit, Unwohlsein usw.

Das Bedürfnis nach Autonomie und Mitsprache beinhaltet z.B.

Wenn das Bedürfnis nicht erfüllt ist, entstehen unter anderem Verweigerung der Ko-operation, Frustration, Übergriffe, Rebellion usw.

Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit ist nach unserer Überzeugung bei den meisten Kindern sehr stark ausgeprägt. Deshalb müssen wir Kinder auch nicht dazu zwingen, an gemeinsamen Aktivitäten teilzunehmen. Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit drückt sich z.B. darin aus,

Wenn das Bedürfnis nicht erfüllt ist, entstehen meist Traurigkeit, Frustration, Lustlo-sigkeit, Wut, Angst usw.

Wir begleiten die Kinder im Alltag dabei, die Gefühle und die dahinterstehenden Be-dürfnisse bei sich selbst und bei anderen wahrzunehmen, und geeignete Wege zu finden, damit umzugehen.

Kinder kommen aber auch zu uns, wenn sie einen Konflikt aufgrund des Verhaltens eines anderen Kindes haben und sich darüber beschweren. Auch hier geht es immer um unerfüllte Bedürfnisse. Eine typische Situation ist z.B., dass ein Kind einem ande-ren Kind etwas wegnimmt. Es gibt aber auch Begebenheiten, in denen ein Kind ei-nem anderen wehtut oder es beschimpft oder beleidigt. Wir sehen es als unsere Auf-gabe an, Kinder dafür zu sensibilisieren, Mitgefühl für die Mitmenschen zu entwi-ckeln. Das ist, je nach Erfahrung, ein langer Weg, der von uns viel Geduld und Ver-ständnis abverlangt. Wir sehen diesen Weg als andauernden Lernprozess an, der wiederkehrende Erklärungen und eine kontinuierliche Begleitung durch die Fachkräfte verlangt. Genau wie das Laufen-Lernen verlangt das Erlernen von Mitgefühl und gegenseitiger Wertschätzung viel Geduld und Beharrlichkeit, und wir Erwachsene müssen auch Rückschritte oder Stagnation aushalten. Am Ende können die Kinder lernen, dass Mitgefühl und Wertschätzung das Leben aller bereichern.

Wenn Kinder sich über das Verhalten eines anderen Kindes „beschweren“, dann len-ken wir auch hier die Aufmerksamkeit auf das unerfüllte Bedürfnis. Wir fragen also nicht nur danach, womit das Kind unzufrieden ist, sondern fragen auch, was das Kind sich denn wünscht, was es braucht oder möchte. Dann bringen wir die betroffenen Kinder zusammen und bitten sie, sich gegenseitig mitzuteilen, was sie stört und was sie wollen. In 90 Prozent der Fälle können die Kinder das Problem alleine lösen, weil sie nun besser verstehen, was den Konflikt hervorgerufen hat. Wir Erwachsene versuchen so gut wie möglich, eine Wertung zu vermeiden. Unsere Aufgabe ist es eher, die Äußerungen der Kinder zu „übersetzen“. Meist haben die Kinder nur wenige Erfahrungen darin, ihre eigenen Bedürfnisse zu äußern. Dann helfen wir dabei.

Wenn sich er Konflikt nicht lösen lässt, machen wir Vorschläge, wie die Kinder mit der Situation umgehen könnten. Wenn es z.B. darum geht, dass zwei Kinder mit denselben Dingen spielen wollen, dann schlagen wir ein gemeinsames Spiel oder ein abwechselndes Spiel vor. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Kinder eine sehr große Bereitschaft haben, Kompromisse einzugehen, wenn sie sich verstanden und angenommen fühlen.

Im Postillion e.V. Kindergarten Ketsch leben wir ein „Beschwerdemanagement“, das sich darauf konzentriert, was das Leben der Menschen bereichert. Dennoch haben die Gefühle von Unzufriedenheit, Traurigkeit, Wut und Frustration eine große Bedeu-tung für uns. Wir geben ihnen aber weniger Raum, und arbeiten eher an ihren Ursa-chen. Unsere Erfahrungen dabei zeigen, dass alle Menschen der Gemeinschaft da-von profitieren. Außerdem sehen wir darin die Basis für demokratisches Denken und Handeln.

Wir freuen uns über Rückmeldungen und weitere Anregungen für unsere pädagogi-sche Arbeit und laden Sie herzlich ein, mit uns zu diskutieren.